Beiträge von BRNKR

    Das sind LLM Agents die ihre Aussagen anhand deines prompts und allgemeinen internen Infos generieren. Am Ende sind sie trainiert das zu sagen was du hören willst. Dem einzigen System dem ich traue ist das Kommissionierungstool des Händlers.

    Wenn man bisher ein Leasingfahrzeug von Cupra fährt, kann man den auslaufenden Leasingvertrag stillschweigend zu den bestehenden Konditionen verlängern….so überbrückt man problemlos ein paar Monate und bleibt bei Lieferverzug gelassen und in freudiger Erwartung auf den Tavi 😉

    Tja nur doof wenn es sich nun nur noch um Wochen handelt und das Leasing Anfang März ausläuft aber man keine Garantie mehr danach hat wegen 24 Monate Leasing. Wegen 4 Wochen mache ich nicht noch die Garantie für 300€ plus Inspektion für 600€. Wollte bei Abgabe auf diese verzichten und den minderwert nehmen. Ist nämlich ca. Die Hälfte von den Inspektionskosten.

    Cupra Tavascan: Was hinter den Lieferverzögerungen steckt – der große Überblick

    Viele von uns warten seit Monaten auf ihren Tavascan. Hier ist eine Zusammenfassung der aktuellen Lage basierend auf Berichten von Handelsblatt, Business Insider, InsideEVs, Electrive, Sparneuwagen und anderen Quellen (Stand Februar 2026).


    Die Zölle: Was VW pro Fahrzeug zahlt

    Seit dem 30. Oktober 2024 erhebt die EU endgültige Ausgleichszölle auf batterie-elektrische Fahrzeuge aus China. Diese kommen zusätzlich zum regulären Importzoll von 10 % auf alle Pkw. Für den Cupra Tavascan (produziert bei VW Anhui in China) ergibt sich ein Gesamtzoll von 30,7 % (10 % Basis + 20,7 % Ausgleichszoll).

    Zum Vergleich die anderen Hersteller:

    • Tesla (Shanghai): 17,8 % gesamt
    • BYD: 27,0 % gesamt
    • Geely/Volvo/Polestar: 28,8 % gesamt
    • VW Anhui (Tavascan): 30,7 % gesamt
    • SAIC/MG: 45,3 % gesamt

    VW hat während der EU-Untersuchung kooperiert, was den Satz von anfänglich 38,1 % auf 20,7 % senkte. Die Zölle gelten für fünf Jahre bis voraussichtlich Oktober 2029.

    Wichtig: VW/Cupra gibt diese Kosten nicht an Kunden weiter – sie werden intern geschluckt. Bei einem Fahrzeugpreis von ~50.000 € entspricht das einem Verlust von rund 10.000 € pro Auto.


    Bremerhaven: Hunderte Tavascan stehen im Hafen

    Das ist der Kern des Problems. Recherchen von Handelsblatt, Business Insider und Sparneuwagen.de belegen, dass eine erhebliche Anzahl von Cupra Tavascan seit Herbst 2025 im Hafen Bremerhaven lagert – produziert, verschifft, angekommen, aber nicht ausgeliefert.

    Der Hafenbetreiber BLG bestätigte offiziell: „Derzeit lagert eine größere Zahl von Seat- und Cupra-Fahrzeugen in Bremerhaven. Wann diese abgeholt werden, liegt allein in der Entscheidung des Herstellers."

    Der naheliegende Verdacht: VW wartet auf eine mögliche Ablösung der Zölle durch günstigere Mindestpreise (dazu unten mehr). Jedes Fahrzeug, das ohne den 20,7-%-Aufschlag eingeführt werden könnte, spart dem Konzern ~10.000 €.

    Cupra bestreitet das offiziell und nennt „logistische Herausforderungen, interne Prozessanpassungen und Personalmangel" als Gründe. Branchenbeobachter bewerten diese Erklärung als wenig glaubwürdig – die zeitliche Übereinstimmung mit VWs Zollantrag vom Dezember 2025 ist zu auffällig.


    VWs Antrag bei der EU: Was steckt dahinter?

    Am 4. Dezember 2025 reichte VW Anhui/SEAT als erster Hersteller überhaupt ein formelles Preisangebot (sog. „Price Undertaking") bei der EU-Kommission ein. Das Konzept: Die bisherigen Zölle sollen durch Mindestimportpreise ersetzt werden. Wer einen Mindestpreis einhält, zahlt keinen Zoll mehr.

    Am 12. Januar 2026 veröffentlichte die EU-Kommission ein Leitliniendokument, das allen chinesischen EV-Exporteuren erklärt, wie sie eigene Angebote einreichen können. China bezeichnete das als „wichtigen Durchbruch", die EU-Kommission formulierte vorsichtiger: „Das ist ein Leitfaden. Nicht mehr."

    Der neue Cupra-CEO Markus Haupt (Wayne Griffiths trat Ende März 2025 zurück) zeigte sich optimistisch und sprach von einer positiven Antwort „in ein bis zwei Monaten". Die EU-Kommission selbst nennt allerdings ein 12- bis 15-monatiges Prüfungsverfahren. Eine formelle Entscheidung wäre damit frühestens Ende 2026 oder Anfang 2027 zu erwarten. Die bestehenden Zölle bleiben bis dahin voll in Kraft.


    Was Forumnutzer berichten

    In deutschen Foren (tavascan-forum.de, cupra-forum.com) dokumentieren Dutzende Käufer ihre Frustration. Die durchschnittliche Lieferzeit liegt laut der Community-Tracking-Seite delais.fr bei rund 193 Tagen – über sechs Monate. Einige warten neun Monate und mehr.

    Besonders kritisiert wird die mangelnde Kommunikation: Händler haben oft selbst keine Informationen. Cupras eigene Status-E-Mails gelten in der Community als unzuverlässig. Viele Forumnutzer verfolgen stattdessen ihre Schiffe direkt auf der Website von Reederei Hoegh Autoliners anhand der Fahrgestellnummer.


    Was kann ich jetzt tun?

    1. Händler schriftlich kontaktieren (E-Mail reicht, Einschreiben ist besser) und konkret nach dem aktuellen Standort des Fahrzeugs fragen – am besten mit Fahrgestellnummer.
    2. Eigenes Tracking: Auf der Hoegh-Website kann man Fahrzeuge per VIN selbst verfolgen – zuverlässiger als Cupras System.
    3. Nachfrist setzen: Bei unverbindlichen Lieferterminen muss erst schriftlich eine angemessene Nachfrist gesetzt werden (ca. 4–6 Wochen), bevor ein Rücktrittsrecht entsteht.
    4. Cupra Deutschland direkt kontaktieren, falls der Händler keine Aussage liefert.

    Ausblick: Wann kommt das Auto?

    Die Fahrzeuge in Bremerhaven werden nicht dauerhaft dort stehen bleiben – Hafenlagerung kostet Geld, Kaufverträge binden VW, und verärgerte Kunden treten zurück. VW kann das nicht ewig aussitzen.

    Realistisch ist: Die Auslieferungen werden sukzessive starten, unabhängig vom Ergebnis der Zollverhandlungen. Ob VW die Ersparnis aus einem späteren Zollwegfall an Kunden weitergibt, ist unwahrscheinlich – CEO Haupt hat bereits angedeutet, dass Einsparungen der Marge zugutekommen, nicht dem Endpreis.

    Der Tavascan bleibt ein Sonderfall: Als erstes in China produziertes E-Auto eines europäischen Herstellers unter diesem Zollregime ist er ein politischer Spielball – mit uns Kunden als den leidtragenden Statisten.


    Quellen: Handelsblatt, Business Insider DE, Sparneuwagen.de, InsideEVs DE, Electrive.net, Auto Express, SmartDroid.de, EU-Kommission (Amtsblatt), SCMP, Euronews (Stand: Februar 2026)