Hallo Cupretti !
Danke, dass du uns deine smarte Ladesituation von deinem Zuhause hier beschrieben hast 
In der Tat habe ich vor dem Tavascan ähnlich zuhause geladen:
Schaltbare Steckdose + Opel Schuko-Ladegerät ("Notladeziegel") und dann einfach bei PV-Überschuss grob von 10-18 Uhr den Opel Saft aus der Steckdose nuckeln lassen
Hat über Jahre gut funktioniert!
(Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich sämtliche elektrische Verkabelungen neu gemacht habe und auch mein Elektriker von der Dauerbelastung nicht begeistert war)
Beim Tavascan habe ich gemerkt, dass ich mit der Variante aber auf Dauer nicht weiterkomme.
Ganz einfach: Die berechnete Ladezeit über die Schuko-Steckdose ist einfach viel zu lang, um mal eben so den Akku des Tavascans angemessen zu beladen.
Schnelle Rechnung: 1600 W pro Stunde (=1,6kWh) schafft der Ladeziegel so... macht also bei 77 kWh Akku des Tavascans ca. 48h dauerhafte Beladung von 0 bis 100%.
Okay, in der Regel hat man sein Auto nie vollständig leer und lädt auch nicht unbedingt vollständig voll.
Sagen wir also so zwischen 10 und 80% = wir wollen 70% des Akkus laden.
Rechnerisch bedeutet das: 70% von 77kWh = 54 kWh wollen wir laden = immernoch ca. 34 Stunden. Also 1,5 Tage Dauer-Laden.
Jetzt rechnet man mal noch nur die Zeit, wo man PV-Überschuss hat - das ist in der Regel grob geschätzt ein Zeitfenster zwischen 9 und 18 Uhr (jaja.. je nach Jahreszeit und Sonnenstand und Überschuss und und und..)
Du hast also nur 9 Stunden am Tag, wo du den PV-Überschuss mit 1,6kWh ins Auto bringen kannst. Brauchst du also mehr als 3 Tage (3x9 = 27h) für eine gewisse Beladung mit deinen 1,6kWh Ladeziegel.
Schlussendlich bin ich zum Ergebnis gekommen:
Beim Opel hat das noch recht sinnvoll geklappt, die 30kWh in einem vertretbaren Zeitraum in den Akku zu bekommen.
Beim Tavascan klappt das leider nicht mehr wirklich brauchbar...
Wenn man "eben dann doch mal schnell" mit dem E-Auto losfahren will und ggf. doch auch mal mehr Reichweite für eine größere Strecke braucht, kommt man mit der Variante nicht mehr klar.
Ich hab mich dann auch entschieden, mir eine Wallbox zuzulegen.
Dort schaffe ich es jetzt auch bereits im März durch den dynamischen PV-Überschuss wenigstens mit 1,6kWh bis 4kWh aktuell zu laden und da kommt dann doch deutlich schneller, deutlich mehr Strom wieder in die Batterie zurück.
Das waren jetzt ca. 700 EUR für die Wallbox.
Ja, ist ne Investition.
Aber dafür überlebt die Wallbox im Bestfalle auch die nächsten E-Autos bzw. man lädt nicht nur 1 E-Auto sondern ggf. bald auch 2 E-Autos damit und die nächsten Jahre braucht man die Wallbox dann eh.
Daher habe ich die Investition getätigt.
Vielleicht hilft dir meine Überlegung weiter.
VG MrA