Allgemein erklärt:
Modelljahr = kleine Veränderungen im Laufe eines Baujahres (also bspw. zwischen 2024 und 2025). Alles, was im laufenden Prozess festgestellt oder vorgegeben wird, wird einfach "still" umgesetzt.
Das können verbesserte Montageprozesse sein, Produktaufwertungen / Produktabwertungen (Einsparung von Ausstattung, Bauteilen etc.), aber auch Rückmeldungen aus TPIs und so weiter und so weiter...
Man versucht ja an allen Ecken und Enden auch bestehende Prozesse zu optimieren. Sei es finanziell oder technisch.
Facelift = meist zur Hälfte der Modell-Laufzeit. Das ist der größere technische Umbau, der meist auch mit optischen Anpassungen einher geht. Diese Facelifts werden auch öffentlich über Marketing/Presse kommuniziert.
Matze Danke für deinen Einblick in das Porsche-Lager!
Ich denke, es ist abhängig vom Unternehmen und der Produktionskapazität, ob du 2 Modellvarianten parallel bauen kannst oder nicht.
Klar bekommt i.d.Regel jeder Kunde das, was er zum Zeitpunkt X bestellt hat.
Aber hab auch schon von Werken gehört, die klassisch 3 Monate schließen, dann die ganze Werk aufs neue Modell (sagen wir "Facelift") umbauen und dann quasi frisch nach "Werksferien" mit dem neuen Modell starten. Dann hast du natürlich auch Anlaufprobleme etc. und die Qualität ist wahrscheinlich zu Beginn nicht so gut.
Daher - kann ich mir vorstellen - macht man das heute anders und man baut heute wie bei euch bei Porsche parallel: Du machst die bestehende Produktionslinie weiter (für den Verkauf) und baust parallel die neue Produktionslinie fürs Facelift-Modell auf. Baust die ersten Fahrzeuge, checkst Abläufe und Qualität, optimierst etc.. bis du hinten raus dann irgendwann sagst: Jetzt fahren wir die Facelift-Produktion hoch