Beiträge von Gernot

    Richtig, Cariad verspricht 15 Jahre Software-Support über das Produktionsende des Models hinaus. Das ist aber vermutlich so zu interpretieren: "Wenn innerhalb von 15 Jahren nach Produktionsende wider Erwarten noch mal ganz schlimmer, sicherheitsrelevante Bugs gefunden werden, rollen wir vielleicht noch mal einen Bugfix aus". Mehr nicht. Eine Bedeutsame Software-Weiterentwicklung und OTA-Updates gibt es ja jetzt schon nicht, wo das Modell noch aktuell produziert wird.

    Der andere Aspekt dürfte bedeuten: So lange betreiben wir die Backends für die APIs. Danach geht das Auto ggf. offline.

    Den Verbrauch hätte ich auch gerne mit unserem endurance auf 19 Zoll Allwetterreifen (mit ordnungsgemäßen Luftdruck) sind kaum mehr als 400km drin. Komfort Modus und 100-110km/h auf der Autobahn. Vorausschauende Energiesparfahrweise. Egal welche Strecke man kommt auch bei 20 Grad nicht unter 20kwh/100km auf der Langstrecke. Im Winter waren es zeitweise 24kwh/100km. MMn hat der was aber wenn die Werkstatt nichts findet.... Da habt ihr alle Traumwerte.

    Der SoH degradiert nicht linear. Schon nach paar wenigen tausend Kilometer liegt der SoH meist bei um die 95%. Danach fällt er, wenn man die Batterie gut behandelt, nur noch sehr, sehr langsam. Bei 95% SoH liefert die Batterie noch 73 kWh. Wenn Du damit 400 km schaffst, wären das 18,25 kWh/100 km.

    Zumindest bei dem Tavascan meiner Madame zeigt der Bordcomputer teils ziemlichen Quatsch an, auch mal krass zu viel. Ich kann nur empfehlen, manuell nachzurechnen.


    Beispiel: Gestern 46 km primär im Stadtverkehr (Range-Modus) gefahren. Durchschnittsverbrauch laut Bordcomputer: 17,4 kWh/100 km. SoC ist durch die Fahrt um 8 Prozentpunkte gefallen. Wenn ich unterstelle, dass die Batterie noch 95% SoH hat, dann entsprächen 100% SoC eben 73 kWh (statt nominal 77 kWh). Dann ergeben 8 Prozent davon einen Verbrauch von 5,84 kWh = 12,7 kWh/100km für die Fahrt. Selbst wenn ich unterstelle, dass die Batterie noch 100% SoH hätte, was eben schon nach ein paar tausend Kilometern unrealistisch ist, ergäben sich nur 13,4 kWh/100 km. Jetzt kann man noch vermuten, dass sich Rundungsfehler ungünstig summiert haben. Bei Fahrtantritt waren es eigentlich 52,4% SoC, die als 52% angezeigt wurden und am Ende waren es 43,6%, die als 44% angezeigt wurden, somit 8,8 % Verbrauch statt 8%. Aber selbst dann ergäben sich nur 14 kWh/100km. Was der Bordcomputer da als SoC-Änderung und Verbrauch auswirft, passt einfach nicht zusammen. Um bei 46 km Fahrlänge mit 8 % Batterieverbrauch 17,4 kWh/100km Durchschnittsverbrauch zu haben, müsste eine Batterie mit netto 100 kWh verbaut sein. Das ist ganz sicher nicht der Fall.

    Es gibt theoretisch 3 mögliche Ursachen.

    1. Die ausgewiesene Strecke stimmt nicht.

    2. Die ausgewiesene Veränderung bei SoC stimmt nicht.

    3. Der ausgewiesene Verbrauch stimmt nicht.

    1. Ich gehe mal davon aus, dass VW 2026 nicht mehr als 30% Abweichung bei der Ermittlung der zurückgelegten Kilometer hat.
    2. Anders als bei LFP-Zellen lässt sich der Energiegehalt bei NMC-Zellen eigentlich relativ einfach recht genau bestimmen.
    3. Ich nehme an, dass VW da irgendwie den Durchschnitt der Momentanverbräuche bildet und die Gewichtung von Werten nicht passt oder das Zeitintervall, mit dem Werte einfließen, zu groß ist.

    Die einzige Wahrheit ist ohnehin die nachgeladene Strommenge und nur das ist mit WLTP-Werten vergleichbar. Da kommt aber wieder einschränkend hinzu, dass auch viele Wallboxen ungenau messen bzw. eigentlich gar nicht messen und nur einen mit Stromstärke und Dauer theoretisch errechneten Wert ausweisen.

    Leider ist das bisher VW only.


    Stimmt. Hatte es gerade probiert und das Login scheitert immer. Es gibt einen Fork des Projektes, der laut Commit Messages Multibrand Support für Cupra, Skoda etc. herstellt:
    https://github.com/TMA84/hass-vw-eu-data-act

    Aber ich warte jetzt auch erst mal 1, 2 Tage ab. Irgendwelche Forks zu installieren, die dann nicht weiter entwickelt werden, macht ja meistens auch wenig Sinn.

    Mir geht es genau so. Der Tavascan war hier wie die Wallbox in HomeAssistant eingebunden. Zum einen, weil ich nicht mit x Apps herumhampeln sondern alles unter einer Oberfläche haben will. Zum anderen generiert mir HomeAssistant Daten, die die My-Cupra-App nicht liefert. Beispielsweise den Durchschnittsverbrauch pro Woche. Oder eine verlässliche Ladehistorie. Die Madame lädt das Auto häufiger mal auf Arbeit in einer Tiefgarage, in der das Auto kein Netz hat. Diese Ladevorgänge erscheinen dann nicht in der Ladehistorie der My-Cupra-App. Habe dann in HA je einen Template-Sensor definiert, der steigende und fallende Batterielevel aufsummiert.

    Heute gegen 12 Uhr hat VW den Zugriff auf die Schnittstellen gekappt. Sowohl Cupra We Connect als auch PyCupra funktionieren nicht mehr. Fairerweise muss man sagen, dass die bisher genutzten Schnittstellen wohl nur für interne Zwecke von VW gedacht waren und dann per Reverse Engineering von Dritten geöffnet wurden. Trotzdem ist es im Prinzip mal wieder ein "F*ckt Euch" an die Kunden des VW-Konzerns. Größere Dritt-Firmen, die diese Schnittstellen für kommerzielle Zwecke genutzt haben, hat VW wohl vorgewarnt und eine rechtzeitige Migration zu neuen Schnittstellen ermöglicht. Open-Source-Projekte hat VW wissentlich gegen die Wand fahren lassen.

    Ich denke, wir müssen ein paar Tage warten, ob die Entwickler einen Dreh finden, wobei Cupra We Connect ziemlich tot scheint. Die Schnittstellen scheinen ja weiter zu existieren und VW verhindert nur den Zugriff. Ansonsten muss man schauen, was mit Anbietern wie enode.com, smartcar.com, etc. geht. Eine Enode-Integration für HA gibt es.

    Alles auf Basis EU Data Act wird halt rein lesender Zugriff sein. Das Auto damit vorklimatisieren oder das Ladeziel einstellen, wird damit nicht gehen. Dafür müsste man dann zur lahmen Hersteller-App greifen.

    OBD mit BLE wäre ggf. auch noch eine Notlösung.

    Gibt es zum Continental All Season Contact 2 noch weitere Alternativen.

    Sollte man auf das Contiseal achten.

    Ist die Eigenschaft empfehlenswert?

    Wenn man werksseitig Ganzjahresreifen mit den 19-Zöllern bestellt hat, wurden bisher wohl Hankook Kinergy 4S2 X aufgezogen. Die gibt es aber auch nur bis 19 Zoll.

    Bezüglich Contiseal zur Annäherung eine Beispielrechnung: Wie oft hattest Du schon durch Nagel o.ä. eine Punktierung im Reifen? Mit welcher Häufigkeit erwartest Du das für die Zukunft? Angenommen man fährt einen Reifensatz 3 Jahre und fährt sich statistisch alle 12 Jahre etwas in einen Reifen ein. Die fachgerechte Reparatur kostet 50 Euro. Dann hättest Du 25% Wahrscheinlichkeit, Dir während der Nutzungsdauer der neuen Reifen etwas einzufahren, wo Contiseal die Reparatur erspart (12,50 Euro Gegenwert pro Reifensatz). Dann kann man der Zeitersparnis für die Reparatur noch etwas Wert beimessen und dann wäre mir in dem Beispiel Contiseal maximal 5 Euro pro Reifen wert. Mit anderen Gegebenheiten kann die Rechnung auch ganz anders aussehen. In Zimbabwe habe ich auch schon 3 punktierte Reifen binnen 8 Tagen geschafft. Contiseal wäre ein Segen gewesen.

    Ja, die Cupra Felgen sind auch wintertauglich. Alles andere wäre bei dem Preis auch unverschämt.

    Das teuer automatisch Qualität bedeutet, von dem Irrglauben muss man sich ja leider lösen. Ich hatte an meinem letzten A4 aufpreispflichtige Original-Felgen von Audi. Direkt vom Werk mit Ganzjahresreifen also explizit für Wintereinsatz bestellt. Erst fing nach paar Jahren ein Reifen an, Luft zu lassen, dann der nächste, dann noch einer. Anfangs dachte ich beim ersten Rad, dass ich mir etwas eingefahren hätte. Nö. Ventil kaputt? Nö. Da wo sich der Gummiwulst der Reifenflanke durch den Reifendruck an das Felgenhorn der Alufelge presst, um luftdicht abzuschließen, hat Streusalz oder was auch immer im Laufe der Zeit den Lack der Felge zerstört. Es entstand Alukorrosion. Da entwich Luft. Ca. 1 bar pro Woche verloren. Hat man eine Stelle ausgebessert, trat es paar Jahre später an der nächsten auf. Von außen sahen die Felgen makellos aus, waren aber Vollschrott.

    Nur mal zur Info: Für PV-Überschussladen braucht man ja normalerweise eine Wallbox, die das Feature unterstützt und dann eben den Ladestrom dynamisch an den aktuell verfügbaren PV-Überschuss anpassen kann. Eventuell gibt es auch einen Weg, das Gleiche mit einer dummen "mobilen" Wallbox für 120 Euro zu erreichen. Enode bietet APIs für den Zugriff auf Fahrzeuge, was letztlich Hersteller APIs nutzt. Die rollen gerade ein Feature aus, um darüber den Ladestrom fahrzeugseitig setzen zu können. Habe das noch nicht näher untersucht und weiß noch nicht, ob der Tavascan das unterstützt. Das ist aber wahrscheinlich, weil es in der App ein Feature zur Ladestrombegrenzung gibt. Ich will mir das in den nächsten Monaten mal anschauen.
    https://developers.enode.com/a…sVehicleidChargeRateLimit

    Thule Motion 3 XXL. In Verbindung mit der Heckbox ausreichend für Camping mit 4 Personen und Zelt.

    Dafür würde uns auch der normale Kofferraum reichen. ;)
    Ich habe das zwar noch nicht ausprobiert und war noch nie in Europa campen, aber zig mal in Ländern wie Oman, Jordanien, Uganda, Kenia, usw. Dazu alles für das Camping eingeflogen (inkl. Rolltisch, Dusche, Wasserkanister, Kühlbox, Kompressor für Reifen, Zelt, Schlafsäcke, Luftmatratzen, Kochgeschirr, Kocher, Grill...) und weil man sich beim Fliegen in Sachen Gepäck je nach Airline mehr oder weniger beschränken muss, ergeben sich dann pro Person ca. 80 Liter Aufgabegepäck plus 25 Liter Handgepäck. Macht dann ca. 420 Liter Gepäck plus ca. 80 Liter für lokal gekaufte Lebensmittel und Wasser plus ca. 40 Liter für 4 lokal gekaufte Campingstühle. Summe: 540 Liter. Zu dritt hatten wir sogar noch ein aufblasbares Kajak dabei ^^

    Das soll überhaupt nicht heißen, dass wir es besser oder richtig machen. Die Anforderungen und Herangehensweisen sind unterschiedlich und das ist auch gut so. Das soll nur heißen, dass es auch anders geht. Wenn man weiß, dass alles ins Fluggepäck muss und dass der 4x4-Mietwagen vor Ort keine Dachbox hat, dafür im Kofferraum aber häufig noch die zusammengeklappte 3. Sitzreihe, dann überlegt man, was wirklich mit muss und alles was dann mit muss, wird unter der Prämisse "klein und leicht" gekauft.