Beiträge von Gernot

    Gibt ja einige Vorteile, wenn man außerhalb laden möchte. In Städten wie Hamburg sogar beim parken ansich.

    Ja, aber es ist regional/kommunal sehr unterschiedlich. In einigen Städten/Regionen gibt es null Vorteile. In anderen kann man auf kostenpflichtigen Parkplätzen kostenfrei parken. Teilweise gibt es die Möglichkeit, mit E-Kennzeichen Busspuren zu nutzen.

    In Hamburg und vielen anderen Städten läuft das kostenfreie Parken aber, Stand jetzt, zum 31.12.2026 aus, gilt also nur noch für 7 Monate.

    Sei mir nicht böse, aber das ist ganz sicher keiner dumm oder hat keinen Plan.

    Von dumm hat niemand gesprochen. Aber belegbar hat VW keinen Plan von Software. VW hat 7-10 Mrd. bei Cariad verbrannt und wickelt Cariad nun mehr oder weniger ab, weil man mit der bisherigen Software völlig gescheitert ist. Die Software, die in unseren Tavascans verbaut ist, die ist mehr oder weniger schon tot. Weil VW für die Zukunft auf die Architektur und Software von Rivian setzt (bzw. für China auf die von Xpeng) wird es für unsere Autos wahrscheinlich nur noch das Nötigste an Software-Wartung geben.

    Die Probleme lagen und liegen nicht daran, dass wir in Deutschland keine fähigen Entwickler haben. Es liegt an Fehlern des Top-Managements, dass 10 Jahre lang keinen Plan von Software hatte. Während andere Hersteller schon lange Autos um einen Zentralrechner und die Software herum entwerfen, hatte Software bei VW immer noch den Status eines x-beliebigen Zuliefererteils. Dauernd wurden Anforderungen an die Software von Cariad geändert und Cariad war dann immer im Verzug. Mehrfach wurden verdiente "Motorguys" von VW zum Chef von Cariad gemacht, die den Laden sanieren sollten, aber null Plan von Software hatten und alles nur schlimmer gemacht haben. Dann kam anfangs noch das Controlling von VW und hat nur leistungsschwache CPUs verbauen lassen, um 3 Euro zu sparen, womit man sich riesige technische Schulden für die Softwareentwicklung aufgehalst hat.

    Aus 2 Gründen gibt es winzige Fünkchen Hoffnung:
    1. Es kann für den Hersteller durchaus wirtschaftlich vorteilhaft sein, alle ausgelieferten Fahrzeuge nach Möglichkeit auf die selbe Softwareversion zu bringen (z.B. 6.x). Findet sich später ein Bug, gibt es technische oder regulatorische Änderungen (z.B. hinsichtlich eCall/Mobilfunk), dann muss man nur ein einziges Update ausrollen. Hat man x verschiedene Softwareversionen im Bestand (5.0, 5.2, 5.4, 6.0, ...), muss man dann x Updates bauen und ausrollen, was natürlich mehr Aufwand und Kosten verursacht.

    2. VW könnte feststellen, dass sich das ein oder andere Feature zu niedrigen Kosten rückportieren lässt und auf die Idee kommen, dass sich mit kostenpflichtigen OTA-Updates für neue Feature Geld verdienen lässt (über den integrierten Store).

    Wenn Medienberichte stimmen, läuft es auch mit der Software von Rivian schlecht. Auch da wieder Inkompetenz des Top-Managements. Das hat offenbar angenommen, das Rivian für die 5 Mrd. eine ziemlich fertige Software in das Joint-Venture einbringt. Nachdem der Deal abgeschlossen war, hat VW festgestellt, das sehr viel fehlt und erst noch entwickelt werden muss (offenbar nicht, weil Rivian das nicht kann, sondern weil das nicht Bestandteil des Deals war). Und nun hängt man mit der Software von Rivian genau so hinterher wie mit der von Cariad. Weil: VW hat keinen Plan von Software.

    Ich weiß nicht, wo Du wohnst, aber im Flachland sind die Winter mittlerweile meist so, dass es auf ausgeprägte Wintereigenschaften (insbesondere Grip auf Schnee und Eis usw.) nur noch wenig ankommt. Der Grund warum ich von Billig-Ganzjahresreifen abraten würde: Sie haben meist mehr Rollwiderstand und triggern etwas höheren Verbrauch und vor allem haben sie meist eine deutlich geringere Laufleistung. Wenn der Billigreifen meinetwegen 150 Euro kostet und der Markenreifen 220 Euro und Du mit dem Billigreifen 30.000 km schaffst und mit dem Markenreifen 45.000 km, dann ist der Markenreifen letztlich billiger. Viele Reifenhersteller haben mittlerweile auch Ganzjahresreifen, die explizit für das typischerweise höhere Gewicht von Elektrofahrzeugen entwickelt wurden.

    Es mag sein, dass einzelne Billigreifen durchaus mal gar nicht schlecht sind, nur kann man die nicht identifizieren, weil die zig NoName-Fabrikate kaum mal getestet werden. Wenn Du sparen willst, dann findest Du in Online-Shops gelegentlich Reifenangebote, wo die Reifen älter als 2 Jahre sind, die dann etwas günstiger sind.

    Dazu müsste die Software angepasst werden, was die Steuergeräte sicher nicht alle mitmachen.

    Das ist Unfug. Das Feature ist ja schon implementiert. Die Software kann wahlweise nach Ionity und/oder Cupra/Elli filtern. D.h. eine Filterfunktion für Ladepunkte ist bereits vollständig implementiert. Mann müsste lediglich das GUI erweitern, um auch nach anderen Ladenetzwerken filtern zu können. Dass das die verbauten Hardware-Kapazitäten überfordert, kann man ausschließen.

    Ebenso ist die Aussage Unfug, dass das alle so machen, also niemand neue Funktionen per OTA liefert.

    Ganz ehrlich, ich werde das mit dir nicht diskutieren. Dafür ist mir meine Zeit viel zu Schade.

    Komisch, dass Du die ganze Zeit dauernd diskutieren willst. Und jetzt, wo Deine "Argumente" widerlegt werden, willst Du natürlich nicht diskutieren, ist Dir die Zeit zu schade.

    Zitat
    Wenn du der Auffassung bist, dass der WLTP Verbrauch etwas mit der Realität zu tun hat, dann lasse ich dich im Glauben.

    Es geht nicht darum, was ich glaube. Noch weniger geht es um Irrglauben, den Du hier zur Schau stellst. Es gibt eine eindeutige Rechtslage.

    Zitat
    Und wenn du der Meinung bist, dass ein Endurance mit 19" Sommerreifen, im Range Modus, bei 21° Grad Außentemperatur, in Nordfrisischen genausoviel verbraucht wie ein VZ, mit 21" Winterreifen, im Cupra Modus, bei 2° in der Eifel, dann lasse ich dich auch in dem Glauben.

    Du legst mir von Dir erfundene Aussagen in den Mund, die ich nie getätigt habe, um mich dumm aussehen zu lassen. Sorry, aber auf dem primitiven Niveau kriegst Du mich ganz sicher nicht.

    Du bist witzig. Angegeben ist der WLTP Verbrauch. Der beinhaltet eine Durchschnittsgeschwindigkeit von ca 40 km/h. 30% Mehrverbauch bei normaler Fahrweise im Drittelmix sind daher vollkommen normal und hat auch ein Tesla.

    Die Argumentation mit der Durchschnittsgeschwindigkeit und Drittelmix zeigt, dass Du zwar meinungsstark bist, aber das Thema überhaupt nicht durchdrungen hast. Der WLTP-Testzyklus enthält neben Stadtverkehr u.a. auch satte 13% Standzeit - also Zeiträume, in denen sich das Auto nicht vom Fleck bewegt. Damit sollen im Alltag Standzeiten vor Ampeln, Stop-And-Go-Verkehr, beim Abbiegen etc. abgebildet werden. Natürlich ist die mathematische Durchschnittsgeschwindigkeit dann zwangsweise niedrig. Aber gerade beim BEV sind solche Standzeiten auch wenig verbrauchsrelevant. Im WLTP-Testzyklus wird auch mit über 130 km/h gefahren.

    Wenn Du also suggerieren möchtest, dass die WLTP-Werte wegen geringer Durchschnittsgeschwindigkeit praxisfern sind, liegst Du daneben.

    Der WLTP-Testzyklus bildet einen Mix von 4 typischen Fahrszenarien ab. Wenn man dann fast ausschließlich Autobahn (Profil Extra High) fährt und da 130-150 km/h dann ist das so im WLTP-Testzyklus nicht abgebildet und man kann nicht erwarten, in der Region der offiziellen Verbrauchabgabe zu liegen. Aber wenn man aber nicht mal den enthaltenen Autobahnanteil mit hohem Verbrauch fährt, kann man schon erwarten, ansatzweise in der Region der offiziellen Angaben zu liegen. Das gehört wie Leistung, Höchstgeschwindigkeit und andere Werte zu den zugesicherten Eigenschaften des Produktes, das verkauft wurde.

    Zitat

    Und nochmal. Hier werden mir viel zu pauschal irgendwelche Verbräuche verglichen. Hier werden nichtmal Motorvarianten oder Felgengrößen genannt. Und das sind nur Teile der Verbrauchsfaktoren.

    Anders als frühere Normen bilden WLTP-Angaben nicht nur Motorisierungen sondern auch Ausstattungen inkl. unterschiedlichen Felgengrößen ab und deshalb muss man auch keine Nebenrechnungen mehr aufmachen.

    Und wenn ich lese, dass man es seltsam findet, dass der tavascan 2-3 kWh mehr verbraucht als ein Tesla Model Y, dann frage ich mich ehrlich woher die Verwunderung kommt? Das Tesla die mit Abstand effizientesten Autos hat, ist ja nun nicht neues. Der Abstand von 2-3 kWh ist für mich daher vollkommen normal.

    Ich finde es seltsam, dass es jemand die Erwartung verwunderlich findet, dass der zweitgrößte Autokonzern der Welt im Jahr 2026 mal halbwegs wettbewerbsfähig beim Verbrauch ist. Model Y ist im Kern ein 9 Jahre altes Auto (basierend auf Technik/Plattform von Model 3 von 2017). Das VW mit einem 2024 neu auf den Markt gebrachten Auto immer noch nicht mithalten, findest du normal und erwartbar?

    Ich finde es seltsam, wenn jemand es normal findet, dass ein Auto satte 30% mehr verbraucht, als vom Hersteller angeben. Dass das Auto im Winter, auf der Autobahn usw. deutlich mehr verbraucht: Alles Ok, alles erwartbar. Aber bei sommerlichen Temperaturen und Stadt/Landstraße ist ein Verbrauch von 20 kWh einfach enttäuschend. Natürlich spreche ich vom realen Verbrauch, d.h. gemessen an der nachgeladenen Energie an der Wallbox und nicht irgendwelche ggf. geschönten Werte vom Bordcomputer.

    Ich verbrauche hier mit primär Landstraße/Stadt im Range-Modus und defensiver Fahrweise meist 20-21 kWh. Das finde ich schon ziemlich hoch. Und es sind etwa 2-3 kWh/100 km mehr, als bei einem Tesla Model Y LR. Es erstaunt mich auch deshalb, weil der Tavascan ja schon den AP550-Motor und andere Verbesserungen hat, die das Fahrzeug im Vergleich zu Ur-MEB-Autos effizienter machen soll(t)en.

    Es ist nicht so, dass mir daraus ein Reichweitenproblem erwächst. Es sind halt über die Jahre 4-stellige Mehrkosten und zur Einordnung gehört: Laut gängigen Urteilen hat man ab 10% Mehrverbrauch gegenüber Herstellerangabe ein Rückgaberecht. 20-21 kWh sind rund 30% mehr als die Herstellerangabe von 15,6 kWh (für den Enurance).


    Habe werksseitig Allwetterreifen drauf und im Fahrzeugschein stehen Reifen mit Geschwindigkeitsindex T. Das ergibt auch Sinn. Zum einen liegen die mit 190 km/h über den 180 km/h Vmax des Tavascan. Und zum anderen gibt es dabei ja noch Sicherheitsmargen und der Reifen explodiert nicht gleich, wenn es bergab und mit starkem Rückenwind doch mal 191 km/h werden.

    Das Navi an sich ist gut. Es reagiert schnell, die Routenplanung passt. Nur die Planung von Ladestopps ist schlecht, weil man mit Ausnahme von Ionity und Cupra/Elli nicht nach bevorzugten Ladenetzwerken filtern kann. Das bedeutet, dass es für Langstrecken umständlich bis unbrauchbar ist, es sei denn Du bevorzugst tatsächlich Ionity/Elli oder Dir ist völlig egal, wo Du zu welchen Kosten lädst, weil die Firma zahlt. Da das Auto Carplay und Android Auto unterstützt, kannst Du natürlich auch Google Maps weiter nutzen.