Beiträge von Gernot

    Du bist witzig. Angegeben ist der WLTP Verbrauch. Der beinhaltet eine Durchschnittsgeschwindigkeit von ca 40 km/h. 30% Mehrverbauch bei normaler Fahrweise im Drittelmix sind daher vollkommen normal und hat auch ein Tesla.

    Die Argumentation mit der Durchschnittsgeschwindigkeit und Drittelmix zeigt, dass Du zwar meinungsstark bist, aber das Thema überhaupt nicht durchdrungen hast. Der WLTP-Testzyklus enthält neben Stadtverkehr u.a. auch satte 13% Standzeit - also Zeiträume, in denen sich das Auto nicht vom Fleck bewegt. Damit sollen im Alltag Standzeiten vor Ampeln, Stop-And-Go-Verkehr, beim Abbiegen etc. abgebildet werden. Natürlich ist die mathematische Durchschnittsgeschwindigkeit dann zwangsweise niedrig. Aber gerade beim BEV sind solche Standzeiten auch wenig verbrauchsrelevant. Im WLTP-Testzyklus wird auch mit über 130 km/h gefahren.

    Wenn Du also suggerieren möchtest, dass die WLTP-Werte wegen geringer Durchschnittsgeschwindigkeit praxisfern sind, liegst Du daneben.

    Der WLTP-Testzyklus bildet einen Mix von 4 typischen Fahrszenarien ab. Wenn man dann fast ausschließlich Autobahn (Profil Extra High) fährt und da 130-150 km/h dann ist das so im WLTP-Testzyklus nicht abgebildet und man kann nicht erwarten, in der Region der offiziellen Verbrauchabgabe zu liegen. Aber wenn man aber nicht mal den enthaltenen Autobahnanteil mit hohem Verbrauch fährt, kann man schon erwarten, ansatzweise in der Region der offiziellen Angaben zu liegen. Das gehört wie Leistung, Höchstgeschwindigkeit und andere Werte zu den zugesicherten Eigenschaften des Produktes, das verkauft wurde.

    Zitat

    Und nochmal. Hier werden mir viel zu pauschal irgendwelche Verbräuche verglichen. Hier werden nichtmal Motorvarianten oder Felgengrößen genannt. Und das sind nur Teile der Verbrauchsfaktoren.

    Anders als frühere Normen bilden WLTP-Angaben nicht nur Motorisierungen sondern auch Ausstattungen inkl. unterschiedlichen Felgengrößen ab und deshalb muss man auch keine Nebenrechnungen mehr aufmachen.

    Und wenn ich lese, dass man es seltsam findet, dass der tavascan 2-3 kWh mehr verbraucht als ein Tesla Model Y, dann frage ich mich ehrlich woher die Verwunderung kommt? Das Tesla die mit Abstand effizientesten Autos hat, ist ja nun nicht neues. Der Abstand von 2-3 kWh ist für mich daher vollkommen normal.

    Ich finde es seltsam, dass es jemand die Erwartung verwunderlich findet, dass der zweitgrößte Autokonzern der Welt im Jahr 2026 mal halbwegs wettbewerbsfähig beim Verbrauch ist. Model Y ist im Kern ein 9 Jahre altes Auto (basierend auf Technik/Plattform von Model 3 von 2017). Das VW mit einem 2024 neu auf den Markt gebrachten Auto immer noch nicht mithalten, findest du normal und erwartbar?

    Ich finde es seltsam, wenn jemand es normal findet, dass ein Auto satte 30% mehr verbraucht, als vom Hersteller angeben. Dass das Auto im Winter, auf der Autobahn usw. deutlich mehr verbraucht: Alles Ok, alles erwartbar. Aber bei sommerlichen Temperaturen und Stadt/Landstraße ist ein Verbrauch von 20 kWh einfach enttäuschend. Natürlich spreche ich vom realen Verbrauch, d.h. gemessen an der nachgeladenen Energie an der Wallbox und nicht irgendwelche ggf. geschönten Werte vom Bordcomputer.

    Ich verbrauche hier mit primär Landstraße/Stadt im Range-Modus und defensiver Fahrweise meist 20-21 kWh. Das finde ich schon ziemlich hoch. Und es sind etwa 2-3 kWh/100 km mehr, als bei einem Tesla Model Y LR. Es erstaunt mich auch deshalb, weil der Tavascan ja schon den AP550-Motor und andere Verbesserungen hat, die das Fahrzeug im Vergleich zu Ur-MEB-Autos effizienter machen soll(t)en.

    Es ist nicht so, dass mir daraus ein Reichweitenproblem erwächst. Es sind halt über die Jahre 4-stellige Mehrkosten und zur Einordnung gehört: Laut gängigen Urteilen hat man ab 10% Mehrverbrauch gegenüber Herstellerangabe ein Rückgaberecht. 20-21 kWh sind rund 30% mehr als die Herstellerangabe von 15,6 kWh (für den Enurance).


    Habe werksseitig Allwetterreifen drauf und im Fahrzeugschein stehen Reifen mit Geschwindigkeitsindex T. Das ergibt auch Sinn. Zum einen liegen die mit 190 km/h über den 180 km/h Vmax des Tavascan. Und zum anderen gibt es dabei ja noch Sicherheitsmargen und der Reifen explodiert nicht gleich, wenn es bergab und mit starkem Rückenwind doch mal 191 km/h werden.

    Das Navi an sich ist gut. Es reagiert schnell, die Routenplanung passt. Nur die Planung von Ladestopps ist schlecht, weil man mit Ausnahme von Ionity und Cupra/Elli nicht nach bevorzugten Ladenetzwerken filtern kann. Das bedeutet, dass es für Langstrecken umständlich bis unbrauchbar ist, es sei denn Du bevorzugst tatsächlich Ionity/Elli oder Dir ist völlig egal, wo Du zu welchen Kosten lädst, weil die Firma zahlt. Da das Auto Carplay und Android Auto unterstützt, kannst Du natürlich auch Google Maps weiter nutzen.

    Für mich auch ein absolutes Unverständnis, warum man keine Ladeanbieter filtern kann bzw das nicht nachträglich implementiert wird. Das ist im Grunde einer der wichtigsten Funktionen für den Kunden im Tarifdschungel.

    Absolut, denn es ist ja so: Bei Tankstellen in der selben Region gibt es Preisunterschiede von bis zu 10 Cent je Liter. Bei einem Preisniveau von um 2 Euro je Liter bedeutet dass Preisdifferenzen von +/- 5%. Bei DC-Ladesäulen reicht das Preisspektrum von 39 Cent/kWh bis 109 Cent/kWh mit der falschen Ladekarte im Roaming an der falschen Säule. Das sind Preisunterschiede von bis zu 180 %. Die "richtige" Ladesäule einzuplanen hat somit wirklich krasse Auswirkungen auf die Kosten des Elektrofahrens. Routenplanung ohne Ladepräferenzen ist deshalb nutzlos.

    Wo gibt es denn diese App "Updates"? Die habe ich seit November 2024 in meinem Tavascan noch nie gesehen. Ich habe immer noch Version 5.0. Liegts vielleicht darain, dass die App erst mit späteren Versionen eingeführt wurde?

    tavascan.jpg


    Du bist da nicht der Einzige. Bei mir (Software 5.2) gibt es auch keinen Menüpunkt Updates.

    Ich dachte die Leasing übermittelt den Brief Zulassungsbescheinigung Teil II direkt an die Zulassungsstelle 🤷

    Stimmt. Die Variante, dass der Fahrzeugbrief an die Zulassungsstelle geschickt wird, gibt es auch noch. Meines Wissens schickt aber der Händler und nicht die VW-/Seat-Bank den Fahrzeugbrief an die Zulassungsstelle.

    Generell ist das alles ätzend geworden. Auch bei Gebrauchtwagen. Früher ist man zum Händler gegangen, hat eine Probefahrt gemacht, Geld auf den Tisch gelegt und ist spätestens 1-2 Tage später mit dem Auto nach Hause gefahren. Heute dauert es selbst bei Gebrauchtwagen meist 10-14 Tage, bis man ihn mitnehmen kann, weil der Fahrzeugbrief nicht da ist, weil dies und das.

    Bekommt man die Papiere für die Anmeldung direkt zugeschickt? Oder muss es über einen Dienstleister gehen?

    Kommt auf den Händler und ggf. die Bezahlung an. Einige Verkäufer/Händler behaupten, dass sie bei Finanzierung/Leasing den Fahrzeugbrief aus Sicherheitsgründen nicht zuschicken dürfen und die Anmeldung dann über einen Zulassungsservice laufen muss. Das ist Quatsch und höchstens Firmen-Policy. Auch wenn man dann den Fahrzeugbrief hat, kann man das Auto ja trotzdem nicht verkaufen oder anderen Schindluder treiben, weil man das Auto noch gar nicht hat. Für andere Händler ist es völlig normal, den Fahrzeugbrief zuzuschicken, damit der Kunde selbst anmelden kann.

    Kein Sonderangebot aber nach meinem Eindruck wenig bekannt: Primär in Nord- und Ostdeutschland und da meist auf Netto-Parkplätzen kann man ca. 1000 DC-Schnellladepunkte von Vattenfall inCharge finden. DC-Laden kostet da entweder 44 oder 49 Cent/kWh und zwar ohne Abo/Grundgebühren. Die DC-Säulen können nicht mit 300 oder 400 kW laden, sondern meist "nur" mit 180 kW, aber der Tavascan kann ja ohnehin nicht mit 300/400 kW laden und die geringere Ladeleistung ist vermutlich der Grund, warum Vattelfall weniger berechnet, als die Konkurrenz, die ohne Grundgebühr meist 59-79 Cent/kWh berechnen will.