Beiträge von Gernot

    Welche genau? Gerade bei den Wechselrichtern und Speichern schmeißt gefühlt jeder Hersteller eine irgendwie geartete API hin, die dann über irgendwelche Frickeleien an HA angedockt wird....

    Und hey, wie wär's mal mit belastbaren Quellen zu deinen Zahlen? Erst irgendwas bis zu 600.000 Nutzern, vielleicht auch nur 300.000. Oder 121.000. Und nein, die Schätzungen der Entwickler (oder der Organisation dahinter) sind nicht belastbar. Das dient nur dazu, die Braut aufzuhübschen.

    Ich lese dir jetzt nicht das Internet vor, weil Du zu faul oder zu unfähig bist, Dir einfachst zu findende Informationen zu suchen. In Kurzform

    Nutzungsstatistiken findest Du hier:
    https://analytics.home-assistant.io/
    Wie die erhoben werden, ist da verlinkt. Wie gesagt OptIn. Wenn man heute Google Analytics in eine Website eingebunden hat, weiß man auch gesichert, dass in den von GA ausgewiesenen Nutzerzahlen je nach Publikum 15-80% der Nutzer fehlen, weil die ein Tracking blockieren. Was Du Dir aufgrund fehlenden Wissens zusammenreimst, ist für niemanden relevant.


    Firmen die eine offizielle Zusammenarbeit mit Home Assistant suchen, findest Du hier:
    https://works-with.home-assistant.io/
    Shelly, Aqara und Reolink gehören im Smart Home Umfeld zu den größten Anbietern. Aus dem Kopf werden z.B. SunEnergy XT und Solakon One explizit mit Home Assistant beworben

    Und wieviele davon sind wirklich aktiv oder anders gefragt welcher Teil hat sich das nur mal zum Rumspielen eingerichtet und dann wieder in die Tonne gekloppt, weil die Frickellösung Home-Assistant zu zeitaufwändig war?

    Du könntest Dir die Frage mit einer kurzen Google-Suche selbst beantworten, aber dem steht natürlich Deine auch in anderen Threads zu bewundernde Grundeinstellung entgegen, sehr viel aggressiv vorgetragene Meinung bei null Ahnung zu haben.

    Nutzungsdaten an Home-Assistant zu senden, ist ein OptIn-Feature. Standardmäßig also aus. Über 121.000 Installation in Deutschland haben das freiwillig explizit aktiviert. Von denen weiß man gesichert. Und da sind null Nutzer in der Statistik, die das nur vor 3 Jahren mal testweise installiert haben, weil man zum einen nach 60 Tagen ohne Daten automatisch aus der Statistik fällt. Zum anderen: Wer nur mal kurz testet, wird sich nicht extra durch die Menüs wühlen, um ausgerechnet das Senden von Nutzungsdaten zu aktivieren. Das Verhältnis von aktiven Nutzern mit freiwilligem Analytics-OptIn und solchen ohne kennt man dann eben nicht präzise bis auf die dritte Kommastelle, woraus sich eine gewisse Unschärfe ergibt.

    Amazon Alexa, Google Home und Apple Homekit sind sicher verbreiteter, aber gegen Home-Assistant auch verkrüppelte Cloudlösungen, die nicht mal einen Bruchteil der Funktionen bieten und insbesondere für energetische Optimierung nicht ansatzweise so leistungsfähig sind. Immer mehr Hersteller von Wechselrichtern, PV-Speichern, Smart-Home-Komponenten suchen die Zusammenarbeit mit Home Assistant und werben explizit mit Kompatibilität zu Home Assistant. Die leiden sicher alle daran, dass sie keine Koryphäe wie Micha beschäftigen, die ihnen mal erklärt, dass das nur Frickelkram ist..

    Nischenanwendungen über irgendwelche Open-Source-Communitys bleiben Nischenanwendungen. Und wer wegen sowas ein Auto kauft hat irgendwie falsche Präferenzen.

    Lustig, bloß weil Du möglicherweise in einer kleinen Mietwohnung wohnst, wo das tatsächlich noch nicht sinnvoll ist oder sich Dir noch nicht erschlossen hat, was damit möglich ist, heißt das nicht, dass das eine Nischenanwendung ist. Es gibt bereits 300.000-600.000 Home-Assistant-Nutzer allein in Deutschland. Zur Einordnung: Die Marke VW hat letztes Jahr 102.000 BEV in Deutschland verkauft. Gegen Home-Assistant sind VW-BEVs eher eine Nischenanwendung.

    Langfristig wird zumindest so ziemlich jedes Einfamilienhaus, jedes Reihenhaus und jede Doppelhaushälfte ein Smart Home sein, was dann schon mal 17 Mio. Haushalte sind. Die, die Smart Homes immer noch als Spielerei und Nonsens abtun, haben regelmäßig viele überholte Vorurteile und null Ahnung, was damit geht. Es spart Geld und erhöht massiv den Komfort. Und wenn nun eben auch VW, Stellantis, Renault und Co endlich anfangen, wie die Chinesen LFP zu verbauen, wird die Kombination Auto + Smart Home richtig spannend (V2H ggf. auch V2G). Smart Homes nicht zu adressieren, wird für einen deutschen Auto-Hersteller perspektivisch Selbstmord bedeuten.

    Natürlich kann man statt Home Assistant, ioBroker, EVCC, ... auch proprietäre Systeme nutzen, aber damit wird man mit großer Wahrscheinlichkeit auf die Nase fallen. Zum einen wird man nicht alles damit umsetzen können, weil es für proprietäre Systeme nicht alles an Komponenten gibt und nicht alles mit allem kombinierbar ist. Die ganzen Daten fließen dann unkontrollierbar in irgendeine Cloud ab. Wenn der Anbieter noch paar Jahren die Cloud abschaltet, weil sich das kommerziell für ihn nicht mehr lohnt oder er auf eine neue Produktlinie setzt, ist alles tot (so bei Smart-Home-Produkten von Bosch, Anker, D-Link, .. schon geschehen). Und am Ende wird man aufgrund des Lock-In-Effekts garantiert mit Abogebühren abgezockt.

    Das Produkt war schon bei Serienstart "alt" und ist jetzt "end of life". Da wird keiner Zeit, Geld oder Energie reinstecken, um noch irgendwelche Features zu entwickeln.

    Was, wie Willy impliziert, aber letztlich nur eine Annahme und keine Gewissheit ist. Gesichert wissen wir, dass VW das aktuelle Software-Ökosystem aufgibt und zukünftig auf die Software setzen wird, die sie im Joint Venture mit Rivian gerade entwickeln. Und wir wissen gesichert, dass VW in Sachen Software bisher eine ziemliche Katastrophe ist. Deshalb halte ich es auch mit Abstand für am Wahrscheinlichsten, dass VW beim Tavascan mit v5.x nichts mehr liefert.

    Aber eine kleine Chance bleibt, dass VW, z.B. unter einem zukünftigen CEO doch noch mal begreift, wie das mit Software läuft. Siehe auch das aktuelle API-Debakel, wo VW bisher offenkundig noch nicht begriffen hat, dass eine aktive OpenSource-Community rund um die Autos Mehrwert schafft, die Autos attraktiver macht. Ich beanspruche nicht repräsentativ zu sein, aber dass sich die Kiste in Home Assistant einbinden lässt, gehörte hier zu den Kaufkriterien.

    Autos werden heute im statistischen Durchschnitt knapp 20 Jahre genutzt, teils auch deutlich länger und es sind software-definierte Produkte. Neu entwickelte Feature auf andere Plattformen zu portieren, ist manchmal gar nicht so aufwändig. VW könnte beispielsweise mal wieder den Gedanken verfolgen, dass sie neue Features zumindest gegen Bezahlung anbieten könnten und sich so 20 Jahre lang ein paar Extraeinnahmen generieren lassen. Den Grundgedanken hatten sie ja schon und haben deshalb mit dem Software-Store die Strukturen dafür bereits angelegt.

    Kurzes Update: Das EU-Data-Act-Portal scheint mittlerweile einigermaßen zuverlässig zu funktionieren. Wenn man einen Custom data request erstellt, scheinen die ersten Dateien immer noch Schrott zu sein, aber nach paar Stunden scheinen dann alle Werte zu kommen.

    Ich habe das jetzt mit dem sehr engagierten Entwickler von https://github.com/WulfgarW/ha_get_euda_data aufgebröselt, weil es auch mit der HA-Integration einfach nicht möglich war, die Daten für den Tavascan in HomeAssistant zu bekommen. Es hat sich herausgestellt, dass das Datenportal von VW die Werte für den Tavascan unter völlig anderen Keys ausliefert als für andere MEB-Fahrzeuge. Also für "normale" Autos liefert der Key ae0294b4-1286-3e98-a818-1485b8d88430 den State of Charge. Beim Tavascan steht der Wert unter Key 506cb83e-f99f-3af3-bbeb-0429b69a78d9. Die HA-Integration hatte die abgerufenen Daten nach den bekannten Keys durchkämmt und dann nichts Verwertbares gefunden. VW bietet ein 233-seitiges Data Dictionary an, um die ganzen "kryptischen" Keys zuordnen zu können. Da stehen die Keys für die Daten beim Tavascan anscheinend alle nicht drin. VW und Software ...

    Das Ganze funktioniert jetzt bei mir in HomeAssistant. Das nur alle 15 Minuten geupdated wird, ist nicht perfekt, aber wenn man es weiß, lässt sich damit leben. Sollte VW noch mal brauchbare APIs für die OpenSourceCommunity anbieten, switche ich ggf. noch mal um, ansonsten bleibt es erstmal bei dieser Lösung.

    Ja, aber selbst wenn du da mal ein Paket bekommst, sind das ja nur alle 15min die Daten. Für Sachen wie EVCC, eigentlich unbrauchbar.


    Die Anforderungen und was man mit den Daten machen will, fallen natürlich unterschiedlich aus. Ich nutze EVCC nicht, aber grundsätzlich sollte es möglich sein, den SoC zwischen den 15 Minuten zu interpolieren. Man weiß ja, mit welcher Geschwindigkeit man zu Hause lädt und wie viel Energie pro Sekunde oder pro Minute ans Auto geht. Ggf. noch prozentualen Ladeverlust abziehen und dann sollte das sehr genau passen.

    Ich möchte auch Statistiken zur Fahrleistung und zum Durchschnittsverbrauch generieren und bei Tibber fehlt dazu der Odometer-Wert.

    Es ist halt wirklich bodenlos, dass das EU-Data-Act-Portal von VW aktuell überhaupt nicht funktioniert. Die entsprechenden Discord-Chanel sind voll von Beschwerden und bei mir ist es auch so. Angelegte Konfigurationen für den Datenexport verschwinden einfach wieder. Will man neu anlegen, so funktioniert das nicht, weil man nur eine Custom-Data-Konfiguration anlegen kann und im Hintergrund eben eine existiert und nur nicht angezeigt wird. Mal erscheinen einzelne Dateien, dann sind sie wieder weg. In den Dateien sind dann aber auch nicht die bestellten Daten drin. Kompletter Schrott. Und VW schafft es auch nicht, dann auf der Seite mal sinngemäß eine Meldung einzublenden "Wir haben aktuell technische Probleme. Diese sollen in 3 Tagen behoben sein". Es funktioniert einfach nichts.

    Irgendein schwachsinniger BWLer hatte vermutlich die tolle Idee, dass man doch Geld damit verdienen könne, Gebühren für den Zugriff auf APIs zu verlangen. Da generiert man dann Einnahmen, aber die Kosten für das EU-Data-Act-Portal eskalieren weit stärker und am Ende verliert VW wahrscheinlich Geld. Das EU-Data-Act-Portal hat VW so designed, dass es enorm ressourcenintensiv ist und vielS erverlast generiert. Den Leuten Zugriff auf APIs zu gewähren, dürfte effizienter sein und hat eben bisher für alle funktioniert.

    Der Maintainer von Cupra We Connect hat jetzt sinngemäß gesagt, dass wenn niemand einen einfachen Workaround findet, dann war es das. Irgendwas neu entwickeln wird er nicht.

    Der Maintainer von PyCupra hat eine erste Preview-Version eines neuen Projektes online gestellt, um über die EU Data Act API von VW wenigstens paar Daten auszulesen.
    https://github.com/WulfgarW/ha_get_euda_data

    Wenn VW die bisherigen APIs zunagelt, dann war es naheliegend, dass die bisherigen Nutzer dieser APIs andere Wege suchen, um an die Daten zu kommen. Es gibt es nun viel mehr Anfragen auf das EU Data Act Portal von VW. Für VW kommt das offenbar völlig unerwartet und nun ist die Struktur dafür überlastet: "Due to the sudden increase in EU data act requests, the part of the infrastructure responsible for the data extraction form the source systems has failed. Our development Team has implemented a fix that is currently in the testing phase."

    Wenn ich darauf zugreife, ist das auch alles völlig erratisch. Mal erscheinen Dateien, dann sind sie wieder weg. Mal enthalten die Zip-Dateien nur eine Json-Datei mit content_not_found im Dateinamen, mal sind paar Datenpunkte drin.

    Der Witz dürfte sein, dass paar vernünftige APIs für VW weniger Ressourcen erfordern, als dieses EU-Data-Act-Portal, wo größere Datenmengen zusammengestellt, gezippt und dann bis zu 30 Zip-DSateien zum Download vorgehalten werden.

    Richtig, Cariad verspricht 15 Jahre Software-Support über das Produktionsende des Models hinaus. Das ist aber vermutlich so zu interpretieren: "Wenn innerhalb von 15 Jahren nach Produktionsende wider Erwarten noch mal ganz schlimmer, sicherheitsrelevante Bugs gefunden werden, rollen wir vielleicht noch mal einen Bugfix aus". Mehr nicht. Eine Bedeutsame Software-Weiterentwicklung und OTA-Updates gibt es ja jetzt schon nicht, wo das Modell noch aktuell produziert wird.

    Der andere Aspekt dürfte bedeuten: So lange betreiben wir die Backends für die APIs. Danach geht das Auto ggf. offline.

    Den Verbrauch hätte ich auch gerne mit unserem endurance auf 19 Zoll Allwetterreifen (mit ordnungsgemäßen Luftdruck) sind kaum mehr als 400km drin. Komfort Modus und 100-110km/h auf der Autobahn. Vorausschauende Energiesparfahrweise. Egal welche Strecke man kommt auch bei 20 Grad nicht unter 20kwh/100km auf der Langstrecke. Im Winter waren es zeitweise 24kwh/100km. MMn hat der was aber wenn die Werkstatt nichts findet.... Da habt ihr alle Traumwerte.

    Der SoH degradiert nicht linear. Schon nach paar wenigen tausend Kilometer liegt der SoH meist bei um die 95%. Danach fällt er, wenn man die Batterie gut behandelt, nur noch sehr, sehr langsam. Bei 95% SoH liefert die Batterie noch 73 kWh. Wenn Du damit 400 km schaffst, wären das 18,25 kWh/100 km.

    Zumindest bei dem Tavascan meiner Madame zeigt der Bordcomputer teils ziemlichen Quatsch an, auch mal krass zu viel. Ich kann nur empfehlen, manuell nachzurechnen.


    Beispiel: Gestern 46 km primär im Stadtverkehr (Range-Modus) gefahren. Durchschnittsverbrauch laut Bordcomputer: 17,4 kWh/100 km. SoC ist durch die Fahrt um 8 Prozentpunkte gefallen. Wenn ich unterstelle, dass die Batterie noch 95% SoH hat, dann entsprächen 100% SoC eben 73 kWh (statt nominal 77 kWh). Dann ergeben 8 Prozent davon einen Verbrauch von 5,84 kWh = 12,7 kWh/100km für die Fahrt. Selbst wenn ich unterstelle, dass die Batterie noch 100% SoH hätte, was eben schon nach ein paar tausend Kilometern unrealistisch ist, ergäben sich nur 13,4 kWh/100 km. Jetzt kann man noch vermuten, dass sich Rundungsfehler ungünstig summiert haben. Bei Fahrtantritt waren es eigentlich 52,4% SoC, die als 52% angezeigt wurden und am Ende waren es 43,6%, die als 44% angezeigt wurden, somit 8,8 % Verbrauch statt 8%. Aber selbst dann ergäben sich nur 14 kWh/100km. Was der Bordcomputer da als SoC-Änderung und Verbrauch auswirft, passt einfach nicht zusammen. Um bei 46 km Fahrlänge mit 8 % Batterieverbrauch 17,4 kWh/100km Durchschnittsverbrauch zu haben, müsste eine Batterie mit netto 100 kWh verbaut sein. Das ist ganz sicher nicht der Fall.

    Es gibt theoretisch 3 mögliche Ursachen.

    1. Die ausgewiesene Strecke stimmt nicht.

    2. Die ausgewiesene Veränderung bei SoC stimmt nicht.

    3. Der ausgewiesene Verbrauch stimmt nicht.

    1. Ich gehe mal davon aus, dass VW 2026 nicht mehr als 30% Abweichung bei der Ermittlung der zurückgelegten Kilometer hat.
    2. Anders als bei LFP-Zellen lässt sich der Energiegehalt bei NMC-Zellen eigentlich relativ einfach recht genau bestimmen.
    3. Ich nehme an, dass VW da irgendwie den Durchschnitt der Momentanverbräuche bildet und die Gewichtung von Werten nicht passt oder das Zeitintervall, mit dem Werte einfließen, zu groß ist.

    Die einzige Wahrheit ist ohnehin die nachgeladene Strommenge und nur das ist mit WLTP-Werten vergleichbar. Da kommt aber wieder einschränkend hinzu, dass auch viele Wallboxen ungenau messen bzw. eigentlich gar nicht messen und nur einen mit Stromstärke und Dauer theoretisch errechneten Wert ausweisen.

    Leider ist das bisher VW only.


    Stimmt. Hatte es gerade probiert und das Login scheitert immer. Es gibt einen Fork des Projektes, der laut Commit Messages Multibrand Support für Cupra, Skoda etc. herstellt:
    https://github.com/TMA84/hass-vw-eu-data-act

    Aber ich warte jetzt auch erst mal 1, 2 Tage ab. Irgendwelche Forks zu installieren, die dann nicht weiter entwickelt werden, macht ja meistens auch wenig Sinn.