Beiträge von Gernot

    Das liegt an dem Regensensor der irgendwo noch ein Tröpfchen endeckt und dann seine Arbeit verrichtet.

    Nein, die Automatik gab es in höherwertigen Fahrzeugen schon, lange bevor Regensensoren aufkamen und das ist einfach fest programmiert. Die Logik ist: Die Scheibenwischer decken nur 70-80% der Frontscheibe ab. Wenn die Scheibenwaschanlage Wasser oberhalb des Bereiches sprüht, den die Scheibenwischer abdecken, dann laufen nach paar Sekunden häufig noch mal paar Wassertropfen von da ins Sichtfeld. Damit man dann nicht manuell noch mal den Scheibenwischer anmachen muss, folgt nach paar Sekunden Pause noch ein weiterer Wischvorgang. Das soll eigentlich den Komfort erhöhen.

    Tolle Ausführung... Aber du hast die mobilen Wallboxen vergessen 🤫

    Nein, habe ich nicht. Die sind kein Sonderfall. Für regelmäßig genutzte mobile Wallboxen gilt exakt dasselbe wie für fest montierte Wallboxen (sofern sie 3-phasig mit mehr als 3,7 kW Leistung genutzt werden). Die Anbieter dieser "mobilen" Wallboxen schweigen sich teils zu dem Thema aus oder erzählen bewusst Unsinn, weil legal gibt es eigentlich keinen nennenswerten Markt für diese Produkte.

    Ich habe hier über 100qm perfekt nach Süden ausgerichtete Dachfläche ohne Dachfenster, Gauben, Schornsteine o.ä. Durch sehr große Bäume (Eichen, Kastanien) auf dem Grundstück gibt aber immense Verschattung, so dass eine von einer Fachfirma installierte und korrekt anmeldete PV-Anlage unwirtschaftlich wäre. Eine nur mit Haushaltsstrom(preis) laufende Wallbox wäre aus o.g. Gründen ebenfalls nicht wirtschaftlich.

    Ich nutze deshalb momentan selbst eine "mobile" Wallbox an der selbst installierten CEE-Dose, aber natürlich ist das nicht regelkonform. Im Moment ist die Wahrscheinlichkeit gering, sanktioniert zu werden. Mit steigender Verbreitung von Elektroautos, d.h. in paar Jahren, könnte sich das ändern. Sollten dann reihenweise Haushalte nicht angemeldete "mobile" Wallboxen nutzen, bekommen die Verteilnetzbetreiber ein Problem, weil sie keine vernünftigen Lastprognosen mehr erstellen können und weil ihnen dann die regulatorisch vorgesehene und im Sinne eines kostengünstigen Netzbetriebes auch sinnvolle Steuermöglichkeit für die mobilen Wallboxen fehlt. Eigentlich schiebbare Lasten, die wir nicht flexibilisiert bekommen, verursachen unnötigen Netzausbau und machen Strom für alle Kunden des VNB teurer. Es ist anzunehmen, dass die VNB dann dagegen vorgehen.

    Die einzig legale Ladelösung ist dann, Stand jetzt, die einphasige mobile Wallbox (aka Ladeziegel) mit maximal 16 A also 3680 W. Kann ich auch mit leben. Bei dem Nutzungsprofil des Tavascans hier steht er ca. 130 Stunden von 168 Stunden pro Woche unter dem Carport. Da kann ich mit 13 A, also 2990 W, Strom für etwa 100.000 Fahrkilometer pro Jahr nachladen. Das Auto wird aber nur ca. 14.000 km im Jahr gefahren. Also alles entspannt.

    Bei mir sind der Tavascan, Wallbox, Wärmepumpe, Lüftung etc. alles in Home Assistant eingebunden, was alle Daten sammelt und Statistiken baut. Ich sehe keinen Vorteil darin, Spritmonitor zu nutzen. Die 67 Tavascan, die bei Spritmonitor gelistet sind, liegen im Durchschnitt übrigens bei 22,92 kWh/100 km. Ohne Kontext (Streckenprofil etc.) ist das aber wenig aussagekräftig.

    Verglichen mit anderen Ländern und in Relation zu den dortigen Haushaltsstrompreisen sind die Ladepreise in Deutschland eigentlich ganz OK. Es heißt oft, dass Elektroautos nur für die günstig sind, die zu Hause laden können. Das übersieht aber häufig die Kosten für eine Wallbox, die durch Überregulierung häufig exorbitant teuer sind.

    Jede ab 01.01.2024 in Betrieb genommene Wallbox muss Steuerbarkeit herstellen. Das bedeutet: Selbst wenn in Carport oder Garage bereits Drehstrom vorhanden ist, müssen neue Kabel gezogen werden, weil eben die Steuerleitung fehlt. Angemeldet werden darf die Wallbox nur vom beim Verteilnetzbetreiber gelisteten Elektriker. Der Elektriker weigert sich dann meistens, eine vom Kunden beschaffte Wallbox anzuschließen, weil er dafür angeblich keine Gewährleistung übernehmen kann. Mit neuen Kabeln, Wallbox vom Elektriker und Papierkram ist man dann meist schon mit 1.500-3.500 Euro dabei. Und wer jetzt "3.500 Euro? So ein Quatsch" antworten möchte: Nicht immer von den eigenen Gegebenheiten ausgehen. In meinem Fall müssten z.B. 25 m Kabel vom Hausanschlussraum neu verlegt werden, wofür 20m Graben auszuheben sind. Und es gibt auch Fälle, in denen die Installation der Wallbox 4.000 Euro und mehr kostet.

    Damit sind wir aber noch nicht am Ende. Für die Herstellung der Steuerbarkeit braucht es Smartmeter und Steuerbox. Deutsche Normen sehen dafür einen Mindestplatzbedarf im Verteilerschrank vor. Es spielt keine Rolle, ob man praktisch auch mit weniger Platz auskommen könnte. In vielen Fällen ist dieser Platz in den Verteilerschränken nicht da, weil es in der Vergangenheit keinen Grund gab, so große (und damit teure) Verteilerschränke mit großer Platzreserve zu bauen. Wenn dann noch eine neue Verteilung fällig ist, kommen noch mal 3.000-5.000 Euro dazu.

    Lädt man ein Elektroauto zu 100% zu Hause (ca. 2.500 kWh im Jahr) und rechnet mit 15 Jahren für die Wallbox, dann muss man bei jeder geladenen kWh nominal 4,0 bis 23,2 Cent anteilige Wallboxkosten aufschlagen. Wirtschaftlich richtig gerechnet (Man könnte das in die Wallbox investierte Kapital ja alternativ mit z.B. 4% Zinsen anlegen) sind es 7,2-40,8 Cent anteilige Wallboxkosten je geladener kWh.

    Wenn man dann den Haushaltsstrompreis plus die anteiligen Kosten für die Wallbox nimmt, liegt man in vielen Fällen beim Preisniveau für öffentliches Laden (zumindest AC-Laden).

    Natürlich: Wenn man 2 oder 3 Elektroautos im Haushalt hat, sieht die Rechnung anders aus. Und wenn man eine große PV-Anlage auf dem Dach hat, ist es ein ganz anderer Schnack. Es haben aber nur 20% aller EFH eine größere PV-Anlage und in grob der Hälfte der Fälle ist die nicht vernünftig zum (Überschuss-)Laden des E-Autos nutzbar.

    Gibt ja einige Vorteile, wenn man außerhalb laden möchte. In Städten wie Hamburg sogar beim parken ansich.

    Ja, aber es ist regional/kommunal sehr unterschiedlich. In einigen Städten/Regionen gibt es null Vorteile. In anderen kann man auf kostenpflichtigen Parkplätzen kostenfrei parken. Teilweise gibt es die Möglichkeit, mit E-Kennzeichen Busspuren zu nutzen.

    In Hamburg und vielen anderen Städten läuft das kostenfreie Parken aber, Stand jetzt, zum 31.12.2026 aus, gilt also nur noch für 7 Monate.

    Sei mir nicht böse, aber das ist ganz sicher keiner dumm oder hat keinen Plan.

    Von dumm hat niemand gesprochen. Aber belegbar hat VW keinen Plan von Software. VW hat 7-10 Mrd. bei Cariad verbrannt und wickelt Cariad nun mehr oder weniger ab, weil man mit der bisherigen Software völlig gescheitert ist. Die Software, die in unseren Tavascans verbaut ist, die ist mehr oder weniger schon tot. Weil VW für die Zukunft auf die Architektur und Software von Rivian setzt (bzw. für China auf die von Xpeng) wird es für unsere Autos wahrscheinlich nur noch das Nötigste an Software-Wartung geben.

    Die Probleme lagen und liegen nicht daran, dass wir in Deutschland keine fähigen Entwickler haben. Es liegt an Fehlern des Top-Managements, dass 10 Jahre lang keinen Plan von Software hatte. Während andere Hersteller schon lange Autos um einen Zentralrechner und die Software herum entwerfen, hatte Software bei VW immer noch den Status eines x-beliebigen Zuliefererteils. Dauernd wurden Anforderungen an die Software von Cariad geändert und Cariad war dann immer im Verzug. Mehrfach wurden verdiente "Motorguys" von VW zum Chef von Cariad gemacht, die den Laden sanieren sollten, aber null Plan von Software hatten und alles nur schlimmer gemacht haben. Dann kam anfangs noch das Controlling von VW und hat nur leistungsschwache CPUs verbauen lassen, um 3 Euro zu sparen, womit man sich riesige technische Schulden für die Softwareentwicklung aufgehalst hat.

    Aus 2 Gründen gibt es winzige Fünkchen Hoffnung:
    1. Es kann für den Hersteller durchaus wirtschaftlich vorteilhaft sein, alle ausgelieferten Fahrzeuge nach Möglichkeit auf die selbe Softwareversion zu bringen (z.B. 6.x). Findet sich später ein Bug, gibt es technische oder regulatorische Änderungen (z.B. hinsichtlich eCall/Mobilfunk), dann muss man nur ein einziges Update ausrollen. Hat man x verschiedene Softwareversionen im Bestand (5.0, 5.2, 5.4, 6.0, ...), muss man dann x Updates bauen und ausrollen, was natürlich mehr Aufwand und Kosten verursacht.

    2. VW könnte feststellen, dass sich das ein oder andere Feature zu niedrigen Kosten rückportieren lässt und auf die Idee kommen, dass sich mit kostenpflichtigen OTA-Updates für neue Feature Geld verdienen lässt (über den integrierten Store).

    Wenn Medienberichte stimmen, läuft es auch mit der Software von Rivian schlecht. Auch da wieder Inkompetenz des Top-Managements. Das hat offenbar angenommen, das Rivian für die 5 Mrd. eine ziemlich fertige Software in das Joint-Venture einbringt. Nachdem der Deal abgeschlossen war, hat VW festgestellt, das sehr viel fehlt und erst noch entwickelt werden muss (offenbar nicht, weil Rivian das nicht kann, sondern weil das nicht Bestandteil des Deals war). Und nun hängt man mit der Software von Rivian genau so hinterher wie mit der von Cariad. Weil: VW hat keinen Plan von Software.

    Ich weiß nicht, wo Du wohnst, aber im Flachland sind die Winter mittlerweile meist so, dass es auf ausgeprägte Wintereigenschaften (insbesondere Grip auf Schnee und Eis usw.) nur noch wenig ankommt. Der Grund warum ich von Billig-Ganzjahresreifen abraten würde: Sie haben meist mehr Rollwiderstand und triggern etwas höheren Verbrauch und vor allem haben sie meist eine deutlich geringere Laufleistung. Wenn der Billigreifen meinetwegen 150 Euro kostet und der Markenreifen 220 Euro und Du mit dem Billigreifen 30.000 km schaffst und mit dem Markenreifen 45.000 km, dann ist der Markenreifen letztlich billiger. Viele Reifenhersteller haben mittlerweile auch Ganzjahresreifen, die explizit für das typischerweise höhere Gewicht von Elektrofahrzeugen entwickelt wurden.

    Es mag sein, dass einzelne Billigreifen durchaus mal gar nicht schlecht sind, nur kann man die nicht identifizieren, weil die zig NoName-Fabrikate kaum mal getestet werden. Wenn Du sparen willst, dann findest Du in Online-Shops gelegentlich Reifenangebote, wo die Reifen älter als 2 Jahre sind, die dann etwas günstiger sind.

    Dazu müsste die Software angepasst werden, was die Steuergeräte sicher nicht alle mitmachen.

    Das ist Unfug. Das Feature ist ja schon implementiert. Die Software kann wahlweise nach Ionity und/oder Cupra/Elli filtern. D.h. eine Filterfunktion für Ladepunkte ist bereits vollständig implementiert. Mann müsste lediglich das GUI erweitern, um auch nach anderen Ladenetzwerken filtern zu können. Dass das die verbauten Hardware-Kapazitäten überfordert, kann man ausschließen.

    Ebenso ist die Aussage Unfug, dass das alle so machen, also niemand neue Funktionen per OTA liefert.

    Ganz ehrlich, ich werde das mit dir nicht diskutieren. Dafür ist mir meine Zeit viel zu Schade.

    Komisch, dass Du die ganze Zeit dauernd diskutieren willst. Und jetzt, wo Deine "Argumente" widerlegt werden, willst Du natürlich nicht diskutieren, ist Dir die Zeit zu schade.

    Zitat
    Wenn du der Auffassung bist, dass der WLTP Verbrauch etwas mit der Realität zu tun hat, dann lasse ich dich im Glauben.

    Es geht nicht darum, was ich glaube. Noch weniger geht es um Irrglauben, den Du hier zur Schau stellst. Es gibt eine eindeutige Rechtslage.

    Zitat
    Und wenn du der Meinung bist, dass ein Endurance mit 19" Sommerreifen, im Range Modus, bei 21° Grad Außentemperatur, in Nordfrisischen genausoviel verbraucht wie ein VZ, mit 21" Winterreifen, im Cupra Modus, bei 2° in der Eifel, dann lasse ich dich auch in dem Glauben.

    Du legst mir von Dir erfundene Aussagen in den Mund, die ich nie getätigt habe, um mich dumm aussehen zu lassen. Sorry, aber auf dem primitiven Niveau kriegst Du mich ganz sicher nicht.