Das Produkt war schon bei Serienstart "alt" und ist jetzt "end of life". Da wird keiner Zeit, Geld oder Energie reinstecken, um noch irgendwelche Features zu entwickeln.
Was, wie Willy impliziert, aber letztlich nur eine Annahme und keine Gewissheit ist. Gesichert wissen wir, dass VW das aktuelle Software-Ökosystem aufgibt und zukünftig auf die Software setzen wird, die sie im Joint Venture mit Rivian gerade entwickeln. Und wir wissen gesichert, dass VW in Sachen Software bisher eine ziemliche Katastrophe ist. Deshalb halte ich es auch mit Abstand für am Wahrscheinlichsten, dass VW beim Tavascan mit v5.x nichts mehr liefert.
Aber eine kleine Chance bleibt, dass VW, z.B. unter einem zukünftigen CEO doch noch mal begreift, wie das mit Software läuft. Siehe auch das aktuelle API-Debakel, wo VW bisher offenkundig noch nicht begriffen hat, dass eine aktive OpenSource-Community rund um die Autos Mehrwert schafft, die Autos attraktiver macht. Ich beanspruche nicht repräsentativ zu sein, aber dass sich die Kiste in Home Assistant einbinden lässt, gehörte hier zu den Kaufkriterien.
Autos werden heute im statistischen Durchschnitt knapp 20 Jahre genutzt, teils auch deutlich länger und es sind software-definierte Produkte. Neu entwickelte Feature auf andere Plattformen zu portieren, ist manchmal gar nicht so aufwändig. VW könnte beispielsweise mal wieder den Gedanken verfolgen, dass sie neue Features zumindest gegen Bezahlung anbieten könnten und sich so 20 Jahre lang ein paar Extraeinnahmen generieren lassen. Den Grundgedanken hatten sie ja schon und haben deshalb mit dem Software-Store die Strukturen dafür bereits angelegt.