Hi Gernot, ich arbeite seit 1987 in der Softwareentwicklung und Administration. Mein Kommentar war als Wortwitz gemeint, sorry.
Auch, mit modernen Methoden, findet vieles von Software-Tests nicht mehr, wie ich das gelernt habe, statt.
In den "guten alten Tagen", hat man eine Analyse gemacht, Spec geschrieben, ein Teammitglied hat die Tests auf Basis von der Spec geschrieben und jemand anders hat die Code geschrieben, er hat für sich Funktionstests geschrieben, um zu prüfen, dass die Code, von seinem Ansicht, funktioniert, aber jemand anders war für die Unit-, Integration- und Regressionstests verantwortlich - ein Entwickler ist voreingenommen, dass er die Spec richtig interpretiert hat und, dass er seine Code richtig geschrieben hat, also reflektieren auch seine Tests was er implementiert hat, nicht was implementieren soll.
Wenn ich moderne Projekte anschaue (ich habe jahrelang für ein Hersteller Lebensmittelverarbeitungssoftware gearbeitet), fehlt vieles oder es wird dramatisch abgekürzt (Analyse Fehlanzeige, Spec nur minimal, ein paar Seiten, keine UML, Use Cases, Errorprüfungen usw. und Tests nur das gröbste), und außerhalb Automotiv, Kernreaktoren und ein paar anderen kritischen Bereiche, wird das Testing oft nicht flächendeckend und in der Tiefe gemacht, das wird an den Enduser weitergeschoben, Hauptsache, das Produkt wird ausgerollt, sie können es nachher schon patchen.
Wir haben es vor ein paar Jahren bei Microsoft gesehen, es gab große Probleme mit dem Druckerdienst, sie haben das Sicherheitsloch gestopft, aber nur auf Basis von dem Beispiel, den sie bekommen hat. Das hat nicht funktioniert, der Berichterstatter hat binnen Stunden weitereen Beispiele geliefert, die hat Microsoft auch gepatch, hat was aber kaputt gemacht und wieder nur die Beispiele gepatcht, nicht das unterliegende Problem. Das ging für 3-4 Monate, bis der Druckerdienst wieder zuverlässig funktionierte und sie das Problem wirklich behoben hatten. Das ist nur ein Beispiel von tausenden, über alle Softwarehersteller.
Das war einer der Grunde, warum ich immer mehr Vertrauen in der Alte Garde der Autohersteller und nicht in Tesla hatte, weil sie die Probleme seit Jahren bzw. Jahrzehnten gearbeitet hatten und hatte vieles festgestellt und macht das auf Basis der Sicherheit. Tesla hat vieles verworfen und arbeitet unter den Motto, "wir haben OTA Updates, wenn was schief geht." Das mag für Spiele funktionieren, aber nicht für kritische Systeme, wie Autopilot gar zu schweigen Full Self Driving. Leider sieht es so aus, also ob die anderen Hersteller sich auch in diese Richtung jetzt bewegen.
Bei mir gibt es Reparaturstreifen auf der Straße, die die meisten Spurhalter-Assistenten folgen wollen, auch wenn sie direkt in der Leitplanke führen! (VW/Audi/Skoda/Kia/Ford/Nissan). Mit dem Tavascan gibt es eine Baustelle und die Travelassist probiert die gelbe Streifen zu ignorieren und der Rand der Sperrfläche zu folgen, direkt in den Betonblöcke!
In manche Dinge, mag ich mein altes Qashqai von 2014 mehr, zumindest was der Spurhalter nur eine nervige Piepsen, er hat nicht probiert mich jede 5 Minuten umzubringen! 