Hallo zusammen,
Mein Cupra Tavascan (EZ 01/2026, ca. 3.300 km, als Neuwagen gekauft) wurde im Werk Anhui in China hergestellt (wie alle).
Bei einer technischen Inspektion der Fahrzeugfront habe ich folgende Feststellungen an der Crash-Struktur gemacht:
- Befund: Aktive Korrosion an den vorderen Haltern für Stoßfänger (Bumper Carrier).
- Details: Der Rost tritt primär an den Schweißnähten und Materialdoppelungen der Deformationselemente (Crashbox) aus. Eine Hohlraum-Endoskopie zeigt zudem beginnende Korrosion im Inneren der Profile.
- Konservierung: Es ist keine Hohlraumversiegelung in den Trägern erkennbar.
Interessanterweise betrifft die Korrosion primär diesen spezifischen Bereich der Crash-Struktur.
Der Rest der Karosserie, der direkt im Werk gefertigt wurde, sieht solide aus.
Die Lackierung ist ordentlich und die Fugen/Schweißnähte sind gut geschützt.
Daher vermute ich, dass der betroffene Träger mit den Deformationselementen höchstwahrscheinlich von einem Zulieferer stammt, bei dem die KTL-Beschichtung oder die Materialvorbereitung mangelhaft war.
Da es sich hierbei um sicherheitsrelevante Bauteile der Crash-Struktur handelt, stellen sich mir folgende Fragen an die Tavascan-Community:
- Habt ihr bei euren Modellen ähnliche Beobachtungen an den vorderen Deformationselementen (Haltern für Stoßfänger) gemacht?
- Gibt es bekannte Unterschiede in der Materialwahl oder der KTL-Beschichtung zwischen der Anhui-Fertigung und der MEB EU-Produktion?
- Welche Vorgehensweise empfehlt ihr bei einem zwei Monate alten Neufahrzeug? Eine nachträgliche Versiegelung über bestehenden Rost im Inneren der Profile erscheint mir technisch nicht zielführend, um den Werkszustand wiederherzustellen.
- Würdet ihr bei einem zwei Monate alten Neuwagen eine „Sanierung“ akzeptieren oder auf einer Rückabwicklung bestehen?
Ich bin gespannt auf eure technischen Einschätzungen und Erfahrungen zu diesem Thema.
Mfg David
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