Ein Speicher war mir damals und auch heute noch zu teuer. Ich möchte noch erleben wann der sich amortisiert. Unsere PV-Anlage mit 8.875 kWh hat ungefähr die Hälfte gekostet.
Haben wir aber nicht selbst bezahlt und es war eine Art Schenkung. Ich habe noch immer Interesse an einem Speicher, aber nicht zu den aktuellen Preisen die mir genannt wurden.
Sorry, aber bei solchen Aussagen bekomme ich Pickel. Zumal wenn derjenige dann konsequent kWh und kW(p) verwechselt, also offenbar nicht mal die Basics zum Thema versteht. Pauschalisierungen verbieten sich, aber in den meisten Fällen ist es heute pure Selbstschädigung, eine PV-Anlage ohne Speicher zu betreiben. Speicher ist wirklich drastisch billiger geworden und amortisiert sich in den meisten Szenarien sehr schnell. Man findet jetzt genug Angebote für um die 100 Euro/kWh Speicherkapazität. Wer keine 2 linken Hände hat, kann den Speicher auch selbst bauen und weiß dann, dass er einen erstklassigen, langlebigen Speicher hat, was bei vielen kommerziellen Angeboten nicht der Fall ist*.
Was die entfallende Einspeisevergütung für neue PV-Anlagen unter 25 kW anbetrifft: Noch ist das nicht pauschal beschlossen. Und wenn es beschlossen wird: Es kommen jetzt gerade erste brauchbar erscheinende Direktvermarktungsangebote für kleine Anlagen auf den Markt, z.B. von Rabot und SpotMyEnergy. Das wird in den nächsten Monaten noch zunehmen. Wer einen Speicher hat und seinen PV-Strom gezielt in den Abendstunden einspeisen kann, der hat dann sehr gute Chancen, mehr als 8 Ct/kWh zu erlösen. Im Sommerhalbjahr lagen wir gegen 19/20 Uhr wochentags im Schnitt um die 18 Cent/kWh und an Wochenende zur selben Zeit um 14 Ct/kWh. Der Direktvermarkter beißt dann 1 Ct/kWh als Provision weg und ggf. muss eine Grundgebühr auf die eingespeiste Strommenge umgelegt werden, aber Stand jetzt stehen die Chancen gut, mehr als 8 ct zu bekommen.
*Die Probleme bei kommerziellen Speicher-Angeboten:
1. Man weiß nicht, welche Zellen in welcher Qualität verbaut sind. Für die Hersteller ist es hochgradig lukrative schlechtere Zellen mit Grad B o. Ä. zu verbauen. Variieren die Zellen stärker (Innenwiderstand), ist die Batterie nach ein paar Jahren hin.
2. Ist das Billig-BMS Schrott und bekommt die Zellen nicht richtig ausbalanciert, ist die Batterie nach ein paar Jahren hin.
3. In sehr vielen Fällen verstoßen die Hersteller der Batterien schlicht gegen die Vorgaben der Zellhersteller (z.B. EVE). Typischerweise müssen prismatische Zellen verspannt werden, um Delaminierung der Schichten im Inneren zu verhindern. Das ist in vielen Batteriegehäusen nicht der Fall. Häufig gibt es keine Freigabe vom Hersteller der Zellen, die Zellen liegend zu verbauen. Sie werden aber liegend statt stehend verbaut.
4. Häufig werden von Batterieherstellern Lade- und Entladeströme bzw. C- und P-Raten angegen, die laut Specs der Zellhersteller nicht zulässig sind. Die Zelle kann sich nicht dagegen "wehren" und liefert das dann auch, ist dann aber eben bald hinüber.
Das Perfide ist: Anfangs funktioniert jeder Speicher mit den angegebenen Daten zu Leistung und Kapazität. Der Kunde ist zufrieden. Aber wenn einer oder mehrere der o.g. Punkte gegeben sind, hält der Speicher nur 3-5 Jahre, dann steigt die erste Zelle aus und der Speicher ist kaputt. Ein vernünftig aufgesetzter Speicher 15-20 Jahre hält.