Meine Alternative zur Wallbox als „Mini-Lösung“

  • Alles eine Frage der Perspektive, klar.


    Trotzdem Widerspruch von mir.
    Die Wallbox sollte auch im Worst-Case nicht mehr als 2,5k € kosten. Hab gerade erst ein solches Angebot gesehen (10m 4mm² + Steuerleitung verlegen, Fronius Wattpilot, komplette Installation + Material für 2,5k €). Das fand ich schon absurd teuer. Wenn die Verteilung erneuert werden muss, dann hat sie das wahrscheinlich auch nötig. Kein Grund das der Wallbox in die Schuhe zu schieben... In jedem Fall ist die Wallbox selbst der kleinere Part der Investition. Daher halte ich es für legitim, das auf 20 Jahre oder länger zu rechenn. Das verlegte Kabel liegt dann immer noch und tut seinen Dienst, selbst wenn die Wallbox mal getauscht werden muss.


    Zu den Stromkosten an der Wallbox: ich lade bei Octopus zwischen 0:00 und 5:00 Uhr für 19 ct/kWh (und habe gehört, dass das noch ein vergleichsweise schlechter Preis ist).
    Wenn ich nur diese beiden Werte in deine Rechnung einfüge, kostet mich die kWh effektiv 30 ct.
    Bei einem Bedarf von 2.520 kWh p.a. spart das im Jahr ~ 230 € ggü. öffentlichem Laden und die Wallbox hat sich nach ca. 11 Jahren rentiert.


    Wenn du die WB für weniger 2,5k Euro beschaffen kannst, rentiert sie sich schneller.

    Wenn du mehr als 14.000 km im Jahr fährst, rentiert sie sich schneller.
    Wenn du nicht 4% Verzinsung annimmst, rentiert sie sich schneller.
    Wenn du öffentlich für mehr als 38ct laden musst, rentiert sie sich schneller.


    Es gib also viele Variablen, die sich auf die Rentabilität auswirken.
    Am Ende muss das jeder für sich entscheiden.



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    Bestellt am 19.02.2026 - ULT: September 2026

    Einstweilen fahre ich noch einen Cupra Born (Vapor Grey, 19" TYPHOON, AR HeadUp, Below Zero Pack, Heat Pump, Pilot M, Skyline Roof, Tech M, 68tkm auf dem Tacho)

  • Klar, aber auch nur wenn das Auto dann immer Zuhause ist. Und auch eine Überschuss kompatible Wallbox muss sich erstmal rechnen. Wenn gerade die Sonne scheint und ich Zuhause bin, kann man auch einfach manuell einstecken und mit gedrosselter Leistung laden. Und auch das kann man ja mit einer ordentlich verdrahteten 1-phasigen CEE Dose und mobiler Wallbox umsetzen.

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    Bestellt: KW36/2025 AB: KW41/2025 - Produktion: KW03/2026 - Verladung: KW10/2026 - Hoegh Trader

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  • Klar, aber auch nur wenn das Auto dann immer Zuhause ist. Und auch eine Überschuss kompatible Wallbox muss sich erstmal rechnen. Wenn gerade die Sonne scheint und ich Zuhause bin, kann man auch einfach manuell einstecken und mit gedrosselter Leistung laden. Und auch das kann man ja mit einer ordentlich verdrahteten 1-phasigen CEE Dose und mobiler Wallbox umsetzen.

    Das ist sicher möglich. Aber gerade an volatileren Tagen wirst du dann sowohl einspeisen als auch Strom beziehen müssen.
    Hier mal die Energiebilanz meiner Anlage von Dienstag:

    pasted-from-clipboard.png


    Man sieht gut, wie die Wallbox (lila) immer (ziemlich) genau die Leistung bekommt, die ohnehin übrig ist.
    Die WB schaltet dabei auch automatisch zwischen 1- und 3-phasigem Betrieb um.
    An dem Tag hab ich 21 kWh Überschuss geladen, 0,87 kWh eingespeist und 0,88 kWh aus dem Netz bezogen.

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    Einstweilen fahre ich noch einen Cupra Born (Vapor Grey, 19" TYPHOON, AR HeadUp, Below Zero Pack, Heat Pump, Pilot M, Skyline Roof, Tech M, 68tkm auf dem Tacho)

  • Klar, muss sich aber auch erstmal amortisieren genau wie in deiner Rechnung vorher. Wenn ich statt einem einfach Ladeziegel oder Wallbox für 200€-400€ nun die PV kompatible Wallbox für 1500-2000€ nehme.

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  • Hallo zusammen,


    vielen Dank für eure sehr nützlichen Anregungen.


    Es ist mein erstes Elektro-Auto und bin absolut neu im Thema. Aus diesem Grund war ich sehr blauäugig und wollte einen Elektriker direkt mit der Installation einer roten CEE-Dose beauftragen, damit ich eine mobile 11 kW Wallbox anschließen kann. Erst da wurde ich über die neue Regelung mit der Steuerbarkeit aufgeklärt und dabei erfahren, dass mein Zählerschrank für die zusätzliche Technik zu klein ist und erweitert werden muss.


    Ich habe weder eine PV-Anlage noch eine Wärmepumpe. Daher war die Erweiterung des Zählerschranks bis dato nicht notwendig.


    Im Schnitt fahre ich im Monat 1000km (überwiegend Stadt), so dass ich nach meiner Rechnung mit ein bis zweimal Übernachtladen in der Woche auskommen werde. Ansonsten werde ich bei Bedarf öffentlich laden. Die Mehrkosten für die Erweiterung des Zählerschranks rechnen sich aktuell bei mir nicht. Zumal der Tavascan das einzige Elektro-Auto im Haushalt sein wird.


    Mit der blauen CEE-Dose und der passenden Ladeziegel mit 3,7 kW möchte ich starten. Ob ich damit glücklich werde, wird sich erweisen.


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  • Hallo zusammen,


    vielen Dank für eure sehr nützlichen Anregungen.


    Es ist mein erstes Elektro-Auto und bin absolut neu im Thema. Aus diesem Grund war ich sehr blauäugig und wollte einen Elektriker direkt mit der Installation einer roten CEE-Dose beauftragen, damit ich eine mobile 11 kW Wallbox anschließen kann. Erst da wurde ich über die neue Regelung mit der Steuerbarkeit aufgeklärt und dabei erfahren, dass mein Zählerschrank für die zusätzliche Technik zu klein ist und erweitert werden muss.

    Hast du keinen Elektriker im Freundeskreis? der verzichtet bestimmt auf die Steuerbarkeit der 11kw Variante mit CEE Dose und benötigt entsprechend weniger Platz im Schaltschrank 😉

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  • Hast du keinen Elektriker im Freundeskreis? der verzichtet bestimmt auf die Steuerbarkeit der 11kw Variante mit CEE Dose und benötigt entsprechend weniger Platz im Schaltschrank 😉

    Da ich "schlafende Hunde" geweckt habe, bleibe ich jetzt gesetzeskonform.

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  • Und noch ein Gedanke: Klar ist die Eingriffsmöglichkeit des Netzbetreibers nicht schön.
    Aber es geht hier im Worst-Case um eine Dimmung auf 4,2 kW.

    Dazu vielleicht auch noch ein paar Informationen, weil diesbezüglich immer wieder Bedenken geäußert werden. Dass der Verteilnetzbetreiber dimmen kann, ist bislang reine Theorie, denn die VNB können und wollen nicht dimmen. Wir haben rund 860 VNB in Deutschland, insofern darf man eigentlich nicht pauschalisieren, aber der Löwenanteil ist technisch gar nicht in der Lage, das Dimmsignal zu senden. Die können also nicht dimmen.

    Und in aller Regel wollen sie auf keinen Fall dimmen. Und das ist die (vereinfachte) Erklärung: Die VNB erstellen täglich Prognosen zur erwarteten Last im Tagesverlauf. Wenn auf Basis dieser Prognosen eine Überlastung im Netz droht, dürfen sie Wallboxen, Wärmepumpen, andere Großverbraucher in Privathaushalten (wie netzladende Batterien oder Heizstäbe) und ggf. gewerbliche Kunden dimmen. So wie ein VNB aufgrund einer Prognose aber das erste Mal dimmt, beginnt für ihn automatisch eine zweijährige Frist zu laufen, in der er (vereinfacht gesagt) sein Netz digitalisieren muss, denn der Gesetzgeber will, dass nicht auf Basis von Prognosen, sondern nur auf Basis von realen Daten gedimmt wird. Zu Dimmen triggert für die VNB letztlich großen Aufwand und große Investitionen und die meisten VNB hassen alles, was mit Digitalisierung zu tun hat. Deshalb wollen sie nicht dimmen.

    Im Kern liegt der Gesetzgeber richtig, denn wir brauchen langfristig die Flexibilisierung der Verbräuche, also der Last im Netz, denn das erspart immens Investitionen in den Netzausbau und macht die Energiewende günstiger. Wie bei vielen anderen eigentlich sinnvollen Maßnahmen (Smartmeter-Rollout, zeitvariable Netzentgelte, ...) sabotieren viele VNB alles und im Endeffekt haben Verbraucher hohe Kosten durch die Herstellung der Steuerbarkeit und das Ganze hat aktuell null Nutzwert.

    Und wo ich gerade zeitvariable Netzentgelte genannt habe: Viele kennen dynamische Stromtarife und nutzen diese, um E-Autos günstig zu laden. Zeitvariable Netzentgelte kennen viele noch nicht. Es kommt darauf an, wie der lokale Verteilnetzbetreiber die ausgestaltet hat, aber in vielen Fällen lassen sich damit größere Beträge sparen, als mit dynamischen Stromtarifen. Und anders als bei dynamischen Stromtarifen ist diese Einsparung garantiert, denn die zeitvariablen Netzentgelte stehen immer für ein Jahr im Voraus fest. Voraussetzung ist aber eine offizielle angemeldete, steuerbare Wallbox (oder Wärmepumpe, Batterie, ...)

  • Da ich "schlafende Hunde" geweckt habe, bleibe ich jetzt gesetzeskonform.

    Lass Dir aber trotzdem ein 5-poliges Kabel legen, ggf. auch eines mit einer zusätzlichen Steuerleitung. Das wird kaum mehr kosten, eröffnet Dir für die Zukunft aber weitere Möglichkeiten. Elektroautos werden nicht mehr weggehen. Du wirst auch in 10, 20, 30 Jahren laden wollen und möglicherweise per V2H zukünftig auch mal das Auto als Speicher für das Haus nutzen wollen. Dann muss der Elektriker nicht erneut Kabel ziehen.